Der 1. Advent beim RSV – Titel einholen statt Plätzchen backen

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Am vorherigen Sonntag fanden in Bodenheim die alljährlichen Kreismeisterschaften statt. Trotz des unerwarteten Wintereinbruchs entschieden sich viele RSVler den Weg in die Halle einzuschlagen, anstatt gemütlich auf der Couch die erste Kerze anzuzünden. Schwups wurde dies auch glatt belohnt:Florian Schellenberg konnte sich mit einer super Leistung den ersten Platz der Jugend erkämpfen. Zusammen mit Mark Bauer haben beide zudem die Doppelkonkurrenz für sich entschieden.Unsere beiden Schülerinnen, Livia Nazary und Ariem Darej, konnten sich bei den C-Schülerinnen den 2. und 3. Platz erspielen. Tolle Leistung!Bei den Damen belegte Julia Meng den 1. Platz und konnte zugleich mit ihrer Partnerin Kim Lütkemeier den 1. Platz der Mädchen-Doppelkonkurrenz abstauben. Ein schöner Erfolg!Last but not least konnte sich Marco Gottwald in einem sehr starken Teilnehmerfeld bei den Herren A durchsetzen. In der Konkurrenz starteten viele RSVler und Mainz 05er, die sich in zahlreichen spannenden Spielen die Stirn boten. Unerwartet wurde Marco schon früh im Turnier von David Kämpf (Mainz 05) in die Schranken gewiesen und belegte in der Gruppenphase nur den zweiten Platz. Davon lies er sich jedoch nicht unterkriegen und schlug bei herausragenden Spielen seinen Vereinskumpanen Yves Besier und größten Konkurrenten Felix Schmidt-Arndt (ebenfalls Mainz 05).Letzen Endes konnten sich Sebastian Strauß und Marco Gottwald bis ins Finale vorkämpfen, in welchem Marco das Spiel mit 11:9 im fünften Satz für sich entscheiden konnte.Erster und zweiter Platz. Auch hier ein voller Erfolg!Also nochmal Glückwunsch an alle Teilnehmer bei diesem erfolgreichen Abschneiden.

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Gute Leistung! – Gottwald auf Top 16 des RTTVR

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Marco Gottwald hat am Wochenende beim Top 16 Turnier des RTTVR in Asbach teilgenommen, wofür er sich beim Top 40 qualifiziert hatte. Es war ein Turnier auf sehr hohem Niveau mit einigen Spielern aus der Regionalliga. Marco hat das gesamte Turnier eine gute Leistung gezeigt und sogar Limbach von Wirges aus der Regionalliga geschlagen und gegen Häussler (Regionalliga) knapp mit 4:3 verloren. Auch gegen die Gegner aus der Oberliga konnte er knappe Niederlagen und auch Siege verzeichnen. Es war ein langes, anstrengendes Turnier mit 11 Spielen, die jeweils über 4 Gewinnsätze gingen. Am Ende ist zwar "nur" Platz 14 rausgesprungen, was teilweise auch nur am Satzverhältnis lag aber insgesamt spielte unser Kapitän der ersten Mannschaft eine 5:6 Bilanz bei einem starken Teilnehmerfeld.

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Kreisrangliste der Jugend und Schüler

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Am Wochenende fand in unserer schönen Haybachhalle die Kreisrangliste der Jugend und Schüler statt. An beiden Tagen kämpften viele Nachwuchstalente um die Qualifikation für die Bezirksrangliste. Ilyes Mißkampf erspielte sich einen hervorragenden 4. Platz bei den A-Schülern und qualifizierte sich somit für die Bezirksrangliste am 10. & 11. Juni. In der Jugend erreichte Luca Behrendt den 7. Platz der Endrangliste. Mark Bauer wurde 3. und qualifizierte sich somit ebenfalls erfolgreich für die Bezirksrangliste.   Herzlichen Glückwunsch für eure tollen Platzierungen! Ihr habt klasse gespielt und den Zuschauern spannende Ballwechsel geboten!:)    

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Oh, wie schön ist Klein-Winternheim

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Draußen regnet es. Ich sitze mit einem Kräuterteetee am Schreibtisch, mache ein bisschen Aufschlagrückschlagtraining, wenn ihr versteht, was ich meine, und lese mein Lieblingsbuch von Janosch : Oh, wie schön ist Klein-Winternheim. Ihr kennt es sicher , für den Nintendoleistungskurs aus der zweiten Mannschaft kurz die Message : In Klein-Winternheim ist es am schönsten. Wenn ich daran denke, die bunte RSV-Chronik jetzt um ein weiteres Jahr zu erweitern, fühle ich mich wie Matthias B. (« Der Spaß steht im Vordergrund ») in Erwartung eines Rollaufschlags : überfordert. Du lieber Himmel war wieder viel los ! Während in den anderen « Mannschaften » glücklicherweise gar nichts passiert ist, war die Oberligasaison mal wieder so aufregend wie eine Fußgängerampel : eben noch grün, dann wieder rot ; ob sie wieder grün wird ? Und wann ? Wie gerne habe ich mit der zweiten Mannschaft damals die Brettspielversion für Einsteiger gespielt, stundenlang (David S : « Als nächstes kommt grün, da lege ich mich jetzt fest! »). Das waren noch Zeiten. Am Ende der Saison waren auf jeden Fall die Vereinsmeisterschaften, und am besten fangen wir damit an, weil ich es als einziger Spieler sowohl im Einzel als auch im Doppel aufs Podest geschafft habe. Respekt ! Abgerundet durch den abendlichen Erfolg bei der Fußballvereinsmeisterschaft (1. Platz) war es für mich wie für Marco G. Pfingsten mit einer Rolle Zehn-Prozent-Gutscheine von Burger King in der Tasche : ein gelungenes Wochenende. Viele konnten leider nicht : Yves verletzt, David S. und Henrik (« yvest « ), Marco G. verhindert (« An Samstagen bin ich leider mit Schnitzelessen ausgelastet. Das ist bekannt»), Nicolas Brusenbruch entschuldigt (« Ich konnte leider wegen einer beliebigen Ausrede nicht teilnehmen. ») und Matze B. (Schade, da wäre was drin gewesen!). Gerade habe ich gedacht, dass ich auch Florian Oe. mal erwähnen müsste, und da ist mir ein schönes Oxymoron eingefallen : Er ist der Spitzenspieler der zweiten Mannschaft . Immerhin Chen Zhibin hatte mir persönlich abgesagt (« Wer sind Sie. Warum rufen Sie mich dauernd an. Hören Sie auf mich zu belästigen. Und warum sollte ich mit Ihnen meinen Namen tauschen ? »). Roman B. gewann. « Wenn uns das jemand vorher gesagt hätte, hätten wir schallend gelacht », staunten Claus. B und Ex-Vize Steffen N. nicht schlecht. « Aber es hat uns niemand gesagt. » Ich gönne Roman den Titel auf jeden Fall sehr. Klar, man könnte natürlich sagen, dass es nicht die feine Art ist, das Spiel gegen mich mit einem « Hey schau mal ein Vogel ! »-Aufschlag zu beenden, aber was soll´s. Ich gönne ihm den Titel sehr. Klar, es ist natürlich schöner, wenn man es still genießt und nicht den ganzen Abend mit Marco G. herumpoltert « Ich bin Vereinsmeister ! » « Ich war Schnitzel essen ! » « Ich bin Schnitzelmeister ! » « Ich bin Vereinsschnitzel ! » – so ging das den ganzen Abend hin und her. Aber ich gönne den beiden ihre Erfolge. In der Oberliga haben wir uns dieses Jahr locker gehalten. Wenn man einige Niederlagen rausrechnet, habe ich auch dieses Jahr die beste Bilanz gespielt. Bei mir läuft es einfach. Einziger Wermutstropfen : die Platzwunde, die ich mir vom Zusehen eines Verbandsligaspiels zugezogen habe. Gott sei Dank ist der Name Programm ; man ist dort für solche Fälle vorbereitet.…

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Jahresrückblick / Hinrunde 2016

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2016 war ein turbulentes Jahr für den RSV. Die ersten beiden Herrenmannschaften mussten nach der Rückrunde 2015/16 ihre Klassen verlassen, um sich in unteren Ligen neu zu orientieren. Die internationalen Spieler begaben sich auf neue Abenteuer und die Mannschaften begannen sich neu zu formieren. Nach der Hinrunde 2016/17 gilt es nun, zum Jahresende, Bilanz zu ziehen. Wie haben sich die einzelnen Mannschaften geschlagen?   Herrenmannschaften 1 Mannschaft Die Hinrunde der ersten Mannschaft kann gut mit einem Auf und Ab oder einem Hin- und Her verbildlicht werden. Glückliche, knappe und auch verdiente Siege (9:7/6 gegen Feldkirchen und Frei-Laubersheim) gegenüber bitteren, nicht zwingenden Niederlagen und Punktverlusten (5:9 gegen Konz, 7:9 gegen Nistertal, 8:8 gegen Mühlheim). Nichtsdestotrotz ist niemand enttäuscht, da die Hinrunde mit Begeisterung und Teamgeist bewältigt worden ist, wir uns allerdings auch auf die Rückrunde freuen, um das ein oder andere Ergebnis umdrehen zu können.   2 Mannschaft Nach der durchaus schwierigen Saison in der Verbandsoberliga ging es für die 2. Mannschaft in der Verbandsliga genauso steinig weiter wie zuvor. Mit nur 4 Stammspielern war die Mannschaft stark von der 1 & 3 Mannschaft abhängig und nur selten komplett. Nach der Hinrunde konnte sich die junge Truppe dem Abstiegsplatz mit viel Ehrgeiz entziehen. Trotzdem mangelte es keinesfalls am Spaß, und diesen werden sie sich in Zukunft auch nicht nehmen lassen. In der Rückrunde wird das Feld nun von Hinten aufgerollt, denn damit wird niemand rechnen.   3 Mannschaft Die 3. Mannschaft, vertreten in der Bezirksliga Nord, schließt mit einem guten 4. Platz die Vorrunde ab. Die noch junge Mannschaft punktet besonders im hinteren Paarkreuz durch die erfahrenen Recken Steffen Nagel, Oliver Haun und Jens Janz. Marvin Hemmersbach, Matthias Becker, Leonard Meier und Florian Schellenberg, die teils jungen Wilden, kämpfen manchmal mit dem Material der Gegner und der geballten Erfahrung. Sie legen aber mit Sicherheit in der Rückrunde noch einen Zahn zu.   4 Mannschaft Das Team, rund um Roland Meller, spiegelt die geballte Erfahrung der Tischtennis-Abteilung wider. In der Hinrunde konnten die Goldies mit so einigen unglaublichen Siegen auf sich aufmerksam machen. Ihr langjähriges Zusammenspiel ermöglichte es ihnen, selbst mit nur 5 Mann, gegen eine 7-köpfige Truppe zu gewinnen. Am Ende der Saison ist der 2 Tabellenplatz sicher, doch die Ziele für die Rückrunde bleiben bescheiden. Es gilt mit nur 4 Männern ein Spiel zu gewinnen und am Ende der Saison den Aufstieg, mit dem 3 Tabellenplatz, nur knapp zu verhindern.   5 Mannschaft Trotz ursprünglich als komfortabel eingestufter 8-köpfiger Stammbesetzung der 5. Mannschaft konnte aufgrund der vielfältigen anderen Interessen kein einziges Spiel ohne Ersatzspieler absolviert werden. Als unermüdlicher Einspringer erwies sich dabei Simon Vilz, der Spiel um Spiel in der starken Gruppe der Kreisklasse A um jeden Punkt, mit den anderen aufgestiegenen Kameraden, kämpfte. Leider konnte, trotz Verpflichtung der Doppelvereinsmeister in die 5. Mannschaft, nur einzelner Punkt erkämpft werden. Tendenz: steigend. Für die Rückrunde ist eine deutliche Steigerung zu erwarten.   6 Mannschaft Die neu gegründete 6. Mannschaft überwintert mit einer Bilanz von 19:5 auf dem 3. Platz der D-…

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Danke für Ihre Fahrt mit der RSV-Eisenbahn: alles absteigen, bitte!

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Der Captain sprach, doch seine Worte fanden mich nur fetzenweise, so angespannt war ich. „Heute immens, immens wichtiges Spiel...blablabla...geht nicht nur um euch...Fans...Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle...Jobs in Gefahr...blabla...gehen jetzt da raus und gewinnen...Wackernheim...alles geben...Wackernheim...Wackernheim“. In mir wackerte es schon wie wild (noch beim anschließenden Abendessen war es mir nicht möglich, etwas anderes als „Wackernheim“ und „Laugenbrusen“ zu bestellen). Wir standen in den Katakomben, und Marco G., der Spielführer, instruierte uns derart inbrünstig, als stünde die Ober-Olmer Kavallerie vor dem Klein-Winternheimer Dorfgatter und drohte, den Ort dem Erdboden gleich zu machen, sofern man sich nicht bereit erkläre, Prinzessin Chen Zhibin rauszurücken. Aber er hatte ja Recht, der Kapitän: Es ging um Alles oder Nichts, denn Nichts, das war in diesem Fall der Abstieg in die Verbandsoberliga, und ich erinnerte mich noch leidlich an den jüngsten Spieleabend der ersten Mannschaft, wo die Begriffe „Nichts“, „Verbandsoberliga“, „Bockovenpizza“ und „Matthias B.“ beim Assoziationsbingo in einer gemeinsamen Spalte aufgetaucht waren. Als wir schließlich zu den Klängen der Klein-Winternheimer Nationalhymne – an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an „Die lustigen Trompeten vom Haybach“ und ihre herrliche Interpretation von „Am schönsten ist´s am Bahnhof“ – in die ausverkaufte TSV-Halle einliefen, wurde mir die Größe des Moments bewusst; wie ein Karussell-Feuerwehrauto – „tatütata, wo brennt es denn? Ich werde Feuerwehrmann“ (Zitat David S.) – drehten sich die Bilder des letzten Jahres in meinem Kopf, und ich drückte Stop!, als wir am letzten Maitag 2015 angelangt waren. Die Saison hatte mit zwei positiven Ereignissen begonnen: Zum einen war es uns gelungen, zum zweiten Mal in der Abteilungsgeschichte das prestigeträchtige Fußballturnier der Ortsvereine zu gewinnen; ich erwähne lediglich in meiner Funktion als RSV-Historiker, dass es mir zum wiederholten Mal geglückt war, den goldenen Schuh des besten Torschützen zu ergattern. Es sind seitdem viele treffende Worte verloren worden über meinen unschätzbaren Wert für das Team, ja, wie ich bisweilen hörte, gar für die Region als solche; genug davon. De facto jedenfalls waren wir noch nie abgestiegen, wenn wir zuvor das Fußballturnier gewonnen hatten. Und zum anderen hatte sich Marco G. einen Bänderriss zugezogen, was nicht nur in den Augen der Vereinspresse den Turniergewinn überhaupt ermöglichte, sondern auch sonnige Perspektiven für den Oberligastart im August eröffnete. Hinter vorgehaltener Hand, obwohl seit 2004 verboten, sprach Abteilungsvize Steffen N. von einer Stärkung des Tischtennisteams; man schleppe den Kapitän mittlerweile nur früherer Verdienste wegen noch mit; tatsächlich fühle er, N., sich beim Anblick G.s oft an ein Stück alter Torte erinnert: einstmals schön und schmackhaft, frisch, eine Aushängetorte für die RSV-Bäckerei; doch nun, nach Jahren unter der Glasfront, sauer, verschimmelt und porös, aber eben doch zu schade zum Wegschmeißen, es war ja eine gute Torte, eine Gottwälder Kirschtorte! Und unterdessen scharrten die jungen Kuchen aus der Yves de Baiser-Manufaktur schon mit den Noppen. So gesehen sei die „bedauerliche Verletzung“ also ein „enormer Glücksfall für die gesamte Abteilung“, so N., der mir im gleichen Kontext mitteilte, dass man auch auf meine Dienste erst beim nächsten Fußballturnier wieder zurückgreifen zu gedenke. Zumindest in der ersten…

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Bahnhofsmission: Klassenerhalt

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Als der Anruf endlich kam und ich von meiner Kadernominierung erfuhr, war mir, als könnte ich selbst unter dem trendigen Longsleave, das ich an diesem Tag trug, den über meinen markanten Bizeps springenden, mit schwarzer Tinte auf die hübsche Haut tätowierten Haybachlachs, Symbol meiner Liebe, meines Vereins, das dunkle Mal! aufleuchten sehen. In der Vorrunde war ich einmal in der zweiten Mannschaft angetreten, in einer Operettenliga, deren Niveau auf jedem Pausenhof jeder Grundschule mit musischem Schwerpunkt tagtäglich übertroffen wurde. Ich hatte mich nach Milchglasfenstern gesehnt und mich in meine Lehrzeit im Leistungskader des Mainzer Volksparks zurückversetzt gefühlt.   Nun also endlich zurück in der Oberliga, dem Zirkus Roncalli der Tischtennisszene. Ich betrat die Halle in Ludwigshafen-Oppau und sah vertraute Bilder: Im VIP-Bereich balgte sich Familie Küssner mit den heimischen Kuttenträgern um Artischockenbrote, auf der Südtribüne trommelten sich die gesichtsbemalten David Schöne und Alex Schmelzeis für den Abstiegskracher warm. Ich sah mich nach Chen Zhibin um, entdeckte aber vorerst nur Nicolas Brusenburg, der mir ein gutes Stück gewachsen schien, und Marco G., den Kapitän, den agressive leader, den Bernd Hollerbach der Oberliga, der zum Warm-Up kleinere Beleidigungen vor sich hin murmelte und erste Kerben in die Tische trat.   "Mach mal hin, Chen Zhibin", tippte ich in mein Mobiltelefon. "Und wo ist eigentlich Bryan?", fragte ich in die Runde. "In Peru, in Peru, in den Anden", trötete B. Ilchev und schob sich eine Schupfnudel in den Mund. "Chen Zhibin ist jetzt Nationaltrainer von Singapur". Seltsam: Warum sagte mir mein Gedächtnis, dass ich mit den beiden vor wenigen Stunden noch beim Frühschoppen in der "Linde" gesessen hatte? Mir ging ein Licht auf: Den beiden waren die Lichter ausgegangen. "Zieht euch Sportklamotten an", wies ich die beiden Schlachtenbummler an. "Die kommen nicht mehr".   Dann ging es los. Das Spiel selbst war sehr langweilig. Mal gewannen wir, mal die anderen. Ich nutzte die Zeit, um mich bei den kompetent wirkenden Gegnern nach Ü40-Parties in der Gegend zu erkundigen. Vielleicht konnte ich Chen Zhibin so wenigstens noch zum Schlussdoppel in die Halle locken. Das Unterfangen scheiterte allerdings an der Pfälzer Mundart. Ich verstand nur Bahnhof, und der sei schwer zu finden. Es stand nach der ersten Runde 4:5, zwei Doppel, Nicolas, ich, vom Rest wie gewöhnlich nichts.   Um mir die Langeweile zu vertreiben, blätterte ich in einer ausliegenden Provinzzeitung. Neben einer großformatigen Anzeige, auf der ich Matthias B. mit lasziv gekreuzten Beinen für Körperöle werben sah - auch ich war überrascht -, fand ich das Wettprogramm; sah, dass auf den ersten Ligasieg von David S. seit dem Verbot gleichfarbiger Beläge hohe Quoten ausgeschrieben waren, und hatte eine Idee. Unterdessen hatte endlich auch das vordere Paarkreuz mit Marco und Bernhard mal gewonnen, und Nicolas Brusenbein, "der Schlachs vom Haybach", einen weiteren Sieg erbrüllt. Es stand also schon 7:5, als ich mich beim Blick auf den Spielstand bei David S. fast an meiner Frischkleber-Caprisonne verschluckte: 0:2 nach Sätzen! Ich mogelte mich in die Box, fragte den Gegner: "Kann ich mal deinen Schläger sehen? Schau, da…

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Ordentliche Platzierungen bei Region-7-Meisterschaften

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Drei RSV-Talente haben bei den Einzelmeisterschaften der Region 7 (ehemals Südwestdeutsche Meisterschaften) gute Platzierungen belegt. Bei der männlichen Jugend erspielte sich Henrik Brusenbauch mit einer Bilanz von vier Siegen bei sieben Niederlagen den achten Platz bei zwölf Teilnehmern. Im Turnierverlauf zeigte Henrik mitunter sehr starke Auftritte und brachte einige klare Favoriten in arge Bedrängnis. Ebenfalls den achten Platz belegte Florian Schellenberg bei den A-Schülern mit einer Bilanz von 4:7. Die beste Turnierplatzierung für den RSV Klein-Winternheim erspielte sich Julia Meng, die bei den A-Schülerinnen mit einer 6:5-Bilanz auf Platz sieben kam.

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Ab in die Eistonne – ein Rückblick auf die Vorrunde 2015/16

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Es war schon ein außergewöhnliches Jahr, dieses 2015. Es wurde geschwitzt wie selten, im Jahrhundertsommer. Menschenmengen zogen durch Straßen und skandierten dumpfe Parolen, während andere eine nie gekannte Hilfsbereitschaft an den Tag legten und jenen halfen, die alles verloren hatten. Die Freiheit wurde angegriffen, wieder einmal. Und wieder einmal vergeblich. Ein großer Deutscher rauchte seine allerletzte Zigarette. Wenig später wurde darüber debattiert, ob man nun "Krieg" sagen darf oder nicht. Und in Mainz gab eine Brücke den Geist auf. Achja, Tischtennis gespielt wurde natürlich auch noch, in einem kleinen Dorf mitten in Rheinhessen. Einem Dorf, das sich über viele Jahre einen Ruf als Hochburg des schnellsten Rückschlagsports der Welt erarbeitet hat. Abenteuer. Mit diesem Wort hatte man im Vorfeld der Saison 2015/16 den sportlichen Ausblick auf das beschrieben, was da wohl kommen würde. Und ja, das Wort hätte kaum besser gewählt sein können, blickt man auf das zurück, was die erste Hälfte der Saison zu bieten hatte. Für die einen den erwartet schweren Kampf um den Klassenerhalt, für andere wichtige Erfahrungen für die eigene Weiterentwicklung und für wiederum andere das ungewohnte und dennoch wunderbare Gefühl, einmal nicht im Tabellenkeller herumzudümpeln. Egal, was am Ende zu verbuchen ist, eines steht unwiderruflich fest: So hochklassig spielten nie zuvor Mannschaften des RSV Klein-Winternheim Tischtennis. Und das allein ist ja schonmal was. 1. Mannschaft Eigentlich ja unterhalb der Erwartungen geblieben, in der Tabelle dann letztlich aber doch auf einem Platz zu finden, der zufrieden stellt - für das Aushängeschild des RSV war die erste Hälfte der fünften Oberliga-Saison das berühmte Wechselbad der Gefühle. Mindestens den Relegationsplatz (bei vier Absteigern) galt es zu erreichen, alles andere als eine leichte Aufgabe, zumal sich der Start mehr als schwer gestaltete. Vier Niederlagen zum Auftakt ließen den Druck im Kessel ordentlich steigen. Regelmäßigen Punktgewinnen der Spitzenspieler Chen Zhibin und Bryan Blas stand eine bislang unbekannte Ladehemmung von Eigengewächs Nicolas Brusenbauch gegenüber, der sich offenbar ein Beispiel an der Treffsicherheit der deutschen G36-Gewehre genommen hatte. Sowas kann vorkommen, und es bleibt eine ganze Rückrunde, um zur alten Stärke zurückzufinden. Mannschaftsküken David Schöne muss sich ganz augenscheinlich erst noch an die neue Liga gewöhnen, gewann er doch von seinen 14 Einzel gerade mal drei. Dass das aber im Bereich des Möglichen liegt, hat so mancher Auftritt in der Vorrunde eindeutig gezeigt. Neuzugang Bernhard Ilchev bewies indes, dass das Abwehrspiel noch lange nicht ausgedient hat und holte wichtige Siege im Einzel. Nur die Suche nach dem idealen Doppelpartner, die gestaltet sich noch immer etwas schwierig, auch wenn sich Marco Gottwald da wohl als Partner der Wahl herauskristallisiert. Ach ja. Der Gottwald. Hätte man zu Beginn der Runde Wetten abgeschlossen, darauf, wer die Schlüsselfigur des plötzlich zurückkehrenden Erfolgs der Klein-Winternheimer sein würde, sein Name wäre wohl nur selten gefallen. Nach einem Bänderriss noch in akuter Gefahr, den Saisonstart zu verpassen, drehte der 19-Jährige plötzlich mächtig auf und zeigte das, was ihn schon als Nachwuchsspieler immer ausgezeichnet hatte: unbändigen Kampfgeist, gepaart mit agilem, kraftvollem Spiel. Fünfsatzspiele wurden endlich wieder zu Marcos Spezialität, Spiele…

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